Hochschulen in der DDR

Neues Forschungsprojekt: Seit 1. Januar arbeite ich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena an einer Studie zu den Thüringer Hochschulen und Universitäten zwischen 1968 und 1990.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das Verhältnis von Wissenschaft und Politik in der DDR, das ich anhand der Pädagogischen Hochschule Erfurt/Mühlhausen und der Technischen Hochschule Ilmenau untersuche. Zum einen geht es um den Einfluss der SED und Staatssicherheit auf die beiden Einrichtungen nach der „III. Hochschulreform“ von 1968. Zum anderen analysiere ich, wie Studierende und Wissenschaftler sich gegenüber der herrschenden Ordnung und ihren Vorgaben verhielten.

Ich konzentriere mich aus drei Gründen auf die PH Erfurt/Mühlhausen und TH Ilmenau. Zunächst ist die Geschichte der zwei Hochschulen in der DDR bislang kaum erforscht. Zweitens verfügten sie über unterschiedliche wissenschaftliche Profile. So möchte ich klären, inwieweit sich die Beziehungen von Wissenschaft und Politik an gesellschaftswissenschaftlichen und technisch-naturwissenschaftlichen Hochschulen unterschieden. Darüber hinaus lagen die PH Erfurt/Mühlhausen und die TH Ilmenau in verschiedenen Bezirken. Vor diesem Hintergrund gehe ich der Frage nach, ob die allgemeine Hochschulpolitik der SED regional unterschiedlich ausgelegt wurde.   

Studierende an der TH Ilmenau im Jahr 1989 (Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1989-0117-005 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5346995)
Studierende an der TH Ilmenau im Jahr 1989 (Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1989-0117-005 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5346995)

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